Meditation

Ich persönlich habe mir einige Meditationsarten angeschaut,natürlich auch ausprobiert
:-)) und habe festgestellt, dass jede Meditation, egal welche Art oder Form sie enthält, nach INNEN gerichtet ist. So kann man sagen, eine Meditation ist ein Weg nach INNEN, eine innere Anschauung.

Auf einer tiefen Ebene die Verbindung mit dir SELBST. Deine innere Stimme wahrzunehmen. Eine Entdeckungsreise zur Quelle deiner inneren Kraft. Wie in dem Wort Meditation schon der lateinische Bergriff „Mederi“ für messen, das rechte Maß finden steht, das wiederum eng mit dem Begriff Mitte verbunden ist.
Ziel und Zweck einer Meditation ist es, zentriert in sich zu sein. In seiner Mitte, die Augen gerichtet nach INNEN. Die Mitte im Mandala verdeutlicht diese Ansicht. Der Mittelpunkt enthält alles, aber ohne Mittelpunkt fällt „alles“ zusammen. Die Mitte, das EIN und ALLES, kennt keine Ausnahme und Fehler als Ausdruck von Fehlenden mehr. Hier ist alles BEWUSST und EXISTENZBERECHTIGT.

Hier hat die Welt der Polarität, in der alles seinen Gegensatz braucht aufgehört. Hier ist die Vollkommenheit. Es gibt viele Möglichkeiten seine Mitte zu finden, sei es durch Sport, musizieren, tanzen oder meditieren. Es ist egal, ob ich dieses Gefühl der Zentriertheit, durch eiserne Disziplin oder gerade durch das Gegenteil gefördert habe. Ob durch Anstrengung oder durch Entspannung. Was zählt, ist das Gefühl frei von jeglichem Widerstand zu sein.

Den Einklang mit dem Augenblick zu haben. So zufrieden zu sein, wie es ist. Im Hier und Jetzt angekommen zu sein. Vollkommenheit in allem was ist.
Der einfachste Weg, um die Widerstände auszuschalten, ist alles zuzulassen was ist. Alle Gedanken und alle Gefühle in der Meditation zu integrieren. Sie anzuschauen und einfach "sein lassen", sie frei fließen zu lassen, egal wie und wohin, einfach nur schauen ohne zu bewerten.
In unserer Zeit ist es schwer, eine ständige und fortwährende Aufmerksamkeit zu haben. Auch ist es kaum möglich zu jeder Zeit völlig im Lot und OOOMM :-)) zu sein. Der Alltag ist geprägt von einer Vielzahl von Aufgaben, die meist nebeneinander und nicht nacheinander erledigt werden.

Ein Anfang wäre ja vielleicht einmal am Tag für wenige Minuten, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und die eine oder andere Arbeit völlig bewusst zu machen.
Eine Aufgabe in völliger Hingabe zu erledigen. Den Geist zu beruhigen, den Körper aus dem Alltagsstress holen und einfach SEIN. Ein kleiner Spaziergang in der Natur kann da auch schon sehr hilfreich sein :-))
Es gibt eine Vielzahl von Meditationsformen. Jedes System definiert Meditation anders. Eine für mich persönlich gelungene Definition besitzt der Buddhismus, der nämlich jedes bewusste Bemühen auf den Weg als Meditation einschätzt. Aus dem Buddhismus kommt auch die Aufmerksamkeit, die Achtsamkeit im HIER und JETZT.

Dazu eine kleine Geschichte vom historischen Buddha:
"Der historische Buddha war ein hinduistischer Prinz, der sein luxuriöses Leben aufgab, um Antworten auf die Geheimnisse des Leidens, des Alters und des Todes zu finden. Er suchte viele Jahre und lernte auch viele verschiedene Techniken kennen, aber er fand darin nicht die Erfüllung. Nach langer unerfüllter Suche setzte er sich unter einen Baum und beschloss so lange dort sitzen zu bleiben, bis er die Erleuchtung erfuhr.
Er wollte tief in seinen Geist abtauchen, ganz tief nach innen schauen. Nach sieben Tagen und Nächten der intensiven Meditation erwachte er zur Natur der Existenz. Daher der Name Buddha oder der Erwachte.
Er lehrte, das sich alles laufend wandelt, unser Geist, unsere Emotionen unser Selbstwertgefühl sowie die Umstände und Objekte der externen Welt. Um uns von Leiden zu befreien, riet er, müssen wir unsere Unwissenheit überwinden und uns von Furcht, Ärger, Gier, Eifersucht und anderen negativen Geisteszuständen befreien.
Den Ansatz, den er lehrte umfasst sowohl die Übungen für dass Arbeiten mit dem Geist, als auch Richtlinien, um in der Welt ein tugendhaftes und spirituelles Leben zu führen.
Die Meditation liegt im Zentrum des Ansatzes des historischen Buddhas. Die Übungen der Meditation, die er lehrte, werden als Achtsamkeitsübungen bezeichnet. Diese Meditationen beinhalten, dass wir jeden Moment aufmerksam und bewusst erfahren"
 
Diese Erklärung, dieser Grundsatz gefällt mir sehr gut, da der historische Buddha nicht darauf abzielte, dass meditieren ein Rückzug aus der externen Welt ist, sondern dass jeder Augenblick, der bewusst und mit aller Achtsamkeit und Aufmerksamkeit gelebt wird, eine Form von Meditation ist. Denn der Geist ist klar, sobald man mit all seinen Sinnen im Moment des Augenblickes ist.
Mit dieser kleinen Reise in den historischen Buddhismus wollte ich nur zeigen, wie einfach und schlicht meditieren sein kann und das „jeder Mensch“ damit jetzt und sofort beginnen kann.
Wie wertvoll die Übungen mit dem Geiste, wie fundamental das Bewusstsein des Körpers, der Gefühle und der Gedanken sind. Die "geführte" Meditation oder auch Phantasiereisen ect. sind keine Neuigkeiten aus der Esoterikszene, sondern haben eine sehr lange Tradition.
Bereits in der Antike führten die Hierophanten (Oberpriester) die Einzuweihenden in geführten Reisen in deren eigene Innenwelt. Sie bereiteten die notwendigen Entwicklungsschritte in innere Seelenlandschaften vor.
Wahrscheinlich waren zum damaligen Zeitpunkt die Reisen nach innen genauso selbstverständlich, wie heute unsere Reisen nach außen.
Dieser vertraute Umgang mit Reisen in die inneren Räume der Bilder und Symbole war sicherlich einer der Gründe, warum die Menschen der Antike ohne Psychotherapeuten auskamen :-)).

Es gibt keine besonderen Voraussetzungen, um an einer geführten Meditation teilnehmen zu können. Jeder Mensch hat die Gabe in Bilder zu denken, ob ihm das bewusst ist oder nicht. Hier sind wir nun wieder bei der Achtsamkeit und bei der Bewusstheit angekommen. Auch das bewusste Denken in Bildern kann wieder erlernt werden.
Ich habe selbst wahrgenommen, dass man in der Lage ist, durch geführte Reisen, seine Seelenlandschaften zu erkunden. Das man wertvolle Hinweise erhält, und viele Fragen beantwortet bekommt. Das alleine durch das Fühlen bestimmter Emotionen, sich Blockaden auflösen oder bestimmte Teile integriert werden können, dass durch das Sehen verschiedenster Bilder, Erinnerungen aufleben, mit denen man wieder an sich arbeiten kann, die einem helfen, zu sich SELBST zu finden, ein Schritt weiter bringen auf die Reise zu seinem Selbst.
Aber auch Bilder, die den Fokus die eigene Sichtweise ändern. Ich kann bewusst in meine Vergangenheit eintauchen und die subjektiven Sichtweisen umwandeln, indem ich z. B. nicht mehr als Darsteller fungiere, sondern als Zuschauer.
Die eigenen Kontinente zu bereisen ist schon sehr spannend und abenteuerlich.