Selbstbegegnung
Irgendwann kommt dieser Augenblick, an dem du nicht mehr wegschauen kannst.
Vielleicht meldet sich etwas in dir leise - vielleicht laut.
Ein Körpergefühl, ein Druck, ein Zittern, ein Schmerz oder etwas ganz anderes, was schwer in Worte zu fassen ist.
Vielleicht zeigt sich Selbstbegegnung genau hier:
In deiner Wahrnehmung und den inneren Fragen, die in dir auftauchen.
Was nimmst du gerade wahr?
Bist du zufrieden mit diesem vielleicht unwohligen Gefühl, mit der Lautstärke und dem Druck in dir?
Höre zu -
Gib ihm Raum - Stille und Platz.
Schau, was sich in dir entwickelt.
Vielleicht gibt es in diesem Moment eine klare Erkenntnis - nicht laut, nicht dramatisch - sondern leise und tief.
Vielleicht drückst du diesen Teil noch mal weg und wartest ab.
Auch das ist okay.
Allein schon das bewusste Wahrnehmen und Raum geben bringt Veränderung.
Bewusster mit diesem Teil von dir umzugehen kann der erste Schritt auf deiner Reise sein.
Zu erkennen, wer und was dir gut tut. Welches Umfeld dir schadet. Entscheidungen zu treffen, mehr von dem zu wollen, was dir Wohlwollen und Frieden bringt.
Keine abgehoben Idee. Kein Zustand, den man erreicht, sondern kleine, stetige Schritte.
Ein Weg - ohne feste Wegbeschreibung.
Eine Rückverbindung mit dir selbst, mit dem Leben, mit allem, was ist - zwischen Himmel und Erde und darüber hinaus.
Und genau das ist für mich wahrhaftig:
nicht über dem Leben zu stehen, sondern tief in ihm zu sein.
Mit allem, was es bringt. Es zu nehmen und zu halten, es zu schätzen, zu lieben, aber auch wenn nötig radikal zu ändern.
Liebe, Mitgefühl, Geduld, Toleranz, Verantwortung, innere Wahrheit und Frieden - nach all dem strebe ich.
Für mich ist das gelebte Spiritualität: Sie zeigt sich im Alltag und prägt meine Haltung.
Es gelingt mir nicht immer, doch ich bleibe dran, weil ich weiß, dass dieser Weg heilt – mich, dich und uns.
Spiritualität heißt für mich:
Mich ehrlich zu sehen – auch in meinen Ängsten.
Mich immer wieder zu erinnern, wer ich bin.
Nicht aufzuhören, zu wachsen und zwar in allen Richtungen.
Auch in der Tiefe verbunden zu bleiben – mit anderen, mit der Welt, mit dem Leben selbst.
Mich nicht mehr anzupassen, nur um Harmonie zu haben.
Nicht mehr still zu sein, nur weil es erwünscht ist.
Mich zu fühlen in allem, was in mir ist.
Es geht um Echtheit, Authentizität, um die Rückverbindung mit dem, was in uns lebendig ist.
Um den Frieden in dir, in mir, in uns.
Ich gehe diesen Weg – nicht perfekt, aber aufrichtig.
Und wenn du magst, gehe ich ein Stück mit dir.
Halte dein Hand und höre dir zu. Gebe dir mein Wissen aus meinen Erfahrungen.