Das Meer aller Möglichkeiten


Das Meer aller DEINER Möglichkeiten befindet sich in dir. Der Mensch besteht zum größten Teil aus einem Vakuum. Nur ein winzig kleiner Teil ist Materie. In diesem Vakuum liegen alle Möglichkeiten, dein Leben zu gestalten. Auch gibt es Felder außerhalb von dir. Die Annahme, alles ist mit allem verbunden, sagt im Grunde schon aus, welches Potential in jedem einzelnen Menschen steckt. Denn wenn du mit allem verbunden bist, kannst du auch alles sein.

Die Betonung liegt auf KANNST alles sein, wenn da nicht unsere Grenzen wären. Die gesamten Sozialisierungen, Konditionierungen, alle Erfahrungen die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben, begrenzen uns, schneiden uns von der Vielfalt ab.
Diese Grenzen halten uns davon ab, größer zu denken als wir fühlen.

Die Umwelt bewirkt, dass wir denken, unsere Erfahrungen machen vieles vorhersehbar bzw. fühlbar. Es ist kaum möglich Situationen völlig offen und leer zu erfahren. Denn unsere gemachten Erfahrungen bestimmen unser DENKEN und unser FÜHLEN und somit auch die Handlungen, die aufgrund der gedachten und gefühlten Realität entstehen.
Hierzu möchte ich ein Beispiel bringen, damit es klarer wird. Wenn wir uns unfähig fühlen, werden wir eine Aufgabe, der wir glauben nicht gewachsen zu sein, ablehnen.
Ein Glaubenssatz ist z. B. auch, ich bin dumm, ich muss mich anstrengen, um was zu erreichen, ich bin zu dick, ich bin es nicht wert usw.
Aufgrund dieser Glaubenssätze macht sich Mensch klein und wird niemals etwas machen, etwas ausprobieren, wo er glaubt, er müsse äußerst intelligent sein, oder etwas mit Leichtigkeit erreichen kann.

Die Grenzen liegen somit in unserem Unterbewusstsein, das ja bekanntlich immer schneller zum Ausdruck kommt, als das Bewusste.  Somit ist die Grenze schon gesetzt, bevor wir die Möglichkeit haben, größer zu denken, als wir fühlen. Wir schneiden uns so vom Meer der Möglichkeiten ab.
Die Richtung wird daher vor dem Erleben bestimmt.

Es ist nicht möglich, neue Erfahrungen zu machen, neues zu lernen, wenn wir über das vorherfühlbare nicht hinauswachsen.
Hier möchte ich auch kurz erläutern und zwar, auf eine ganz einfache Weise, was in unseren Hirnen passiert. Schaltkreise, Vernetzungen entstehen immer wieder neu, wenn Neues geschieht. Wenn wir Erfahrungen machen, die unter die Haut gehen, wenn wir neue Lösungen finden, wenn wir Neues lernen.
Wenn alles automatisiert abläuft, wenn alles immer wieder gleichbleibend ist, entstehen auch keine neuen Vernetzungen, es feuert nichts und nichts kann sich neu gestalten.
Vergleichbar mit einem Trampelpfad. Er entsteht, wenn viele Menschen immer den gleichen Weg wählen. Stelle dir vor, du musst um zu einem Kiosk zu kommen, über ein Feld laufen. Viele Menschen gehen diesen Weg. Irgendwann entsteht ein Pfad und alle die zu diesem Kiosk müssen, laufen ihn, bis er ganz deutlich sichtbar ist. Niemand käme auf die Idee, querfeldein zu laufen.
Wenn dieser Kiosk jeder auf eine andere Seite verstellt würde, würde ein neuer Pfad entstehen und der alte Pfad würde wieder zuwachsen, so dass er irgendwann nicht mehr da ist. Und so ist es auch mit dem Gehirn, neue Lösungen, neue Erfahrungen, neues Wissen zwingt unser Hirn anders zu denken. Anderes Denken erzeugt anderes Fühlen und das wiederum hat ein anderes Handeln zur Folge.

Die Realität, so wie wir sie sehen, ist immer abhängig von unserer Innenwelt. Nicht die Augen sehen, sondern das Bewusstsein, dass wiederum mit dem Unterbewusstsein verknüpft ist. Somit ist die Realität immer etwas „Subjektives“. Die Realität wird immer mit den eigenen Erfahrungen überlagert. Das bedeutet, dass meine Innenwelt immer ein Indikator für meine Wirklichkeit ist. So wie z. b. Farben und Formen in uns gespeichert werden, so werden auch Erfahrungen und Erlebnisse abgeglichen.
Somit ist nicht das „Reale“, sondern unsere ureigenen subjektive Wirklichkeit dafür verantwortlich, was wir sehen. Wir erkennen somit genau das, was wir erwarten.

Um dir dieses vorstellbar zu machen, gehe doch einfach mal in eine schöne erlebte Situation. Stelle sie dir in allen Einzelheiten vor, wie war es dort, welche Personen waren noch da, war es warm oder kalt, welche Jahreszeit, wie hat es dort gerochen, was genau hat dich bewegt, erlebe diese Situation noch mal mit allen Sinnen. Tauche in ihr ab, vergesse Raum und Zeit und sei einfach nur dort.
Du wirst merken, du bist ganz da, kannst alles sofort mit allen Sinnen nachspüren, das Gefühl, deine Gedanken, alles ist sofort da.
Und genau so ist es mit den Glaubenssätzen, sie sind sofort da ohne dass wir sie bewusst heraus holen müssen. Sie kommen mit dem Erleben, mit den Gedanken. Sie sind fest im Unterbewusstsein verankert und jederzeit abrufbar und zwar unwillkürlich und schnell.

Der subjektive Beobachter, in dem Falle du, verändert die scheinbar objektive Wirklichkeit. Entscheidend ist hier, welches Bewusstsein auf das Geschehen einwirkt.
Hier:
„Der Geist formt die Materie“. „Der Sender nimmt Einfluss auf das Geschehen“
Diese beiden Sätze sind sehr prägend für die Quantenphilosophie.
Ich könnte auch sagen, ich bin Schöpfer meiner Realität, Gestalter meines Lebens und ich habe Einfluss auf  das Geschehen.

Wenn sich dieses Wissen, diese Sätze stimmig anfühlen, stellt sich hier natürlich die Frage:
Wenn wir auf das Geschehen Einfluss nehmen können, wenn unser Geist Materie formen kann, wie genau funktioniert das und wieso ist das „sich verändern“ so schwierig???

Hier kommen die Botenstoffe ins Spiel. Botenstoffe werden über die Gedanken ausgelöst und verursachen Gefühle. Gefühle und Gedanken verstärken sich gegenseitig und hinterlassen einen „SEINZUSTAND“.
Der Körper wird so auf ein Gefühl konditioniert, z. B. Leid oder Angst.
Leidvolle Gedanken führen zu leidvollen Gefühlen und diese erzeugen leidvolle Erlebniswelten, Erfahrungen.
Diese speziellen  Botenstoffe, die dann entstehen will der Körper immer und immer wieder haben, er wird sozusagen süchtig davon.  Somit versucht der Körper immer wieder das  Hirn davon zu überzeugen, mehr vom gleichen zu tun. Dass es besser ist, leidvolle Gedanken und Gefühle zu haben, leidvolle Erfahrungen zu machen, ihm ist alles egal, Hauptsache er bekommt seine Botenstoffe.

Und mal ganz ehrlich wer kennt das nicht, wir sagen, ab heute machen wir regelmäßig Sport und ertappen uns dabei, wie wir faul auf der Couch rumliegen mit den Gedanken, ach morgen ist ein besserer Tag für Sport.

Wenn wir jedoch größer denken als wir fühlen, werden auch  andere Botenstoffe erzeugt, die andere Gedanken und Gefühle machen und das wiederum bewirkt einen anderen Seinzustand. Die Folge davon kann eine völlig neue Persönlichkeit sein .
Wir brauchen einen sehr starken Willen und Disziplin, um Gewohnheiten zu verändern. Denn mehr vom Gleichen kann nur Gleiches erzeugen.

Wenn ich mein  Leben ändern möchte, wenn ich aus der Vielfalt, aus dem Meer der Möglichkeiten schöpfen möchte, sollte ich bereit sein etwas zu tun.
Mein Lieblingssatz ist dabei immer…
„Wenn ich alles will, sollte  ich zu allem bereit sein“ !!!!

 

März 2014, Heike Semrok